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Nachbarschaftskonflikte

DAGMAR DENNIG HILFT ALS MEDIATORIN BEI KONFLIKTEN UNTER DEN MIETERN

Mediation bei VWI
Ruhestörungen gehören mit zu den häufigsten Gründen für Konflikte unter Nachbarn. (Foto: shutterstock)

Wenn zwei sich streiten, hilft oft nur ein Dritter. Damit ist die Aufgabe, die Dagmar Dennig übernimmt, eigentlich genau auf den Punkt gebracht. Bei Nachbarschaftskonflikten nimmt die VWI-Mitarbeiterin die Position einer neutralen Vermittlerin ein, denn sie ist ausgebildete Mediatorin. 

„Ordnung und Sauberkeit gemeinsam genutzter Räume wie zum Beispiel dem Treppenhaus und natürlich ruhestörende Geräusche sind die häufigsten Streitpunkte unter Nachbarn", berichtet die 37-Jährige, die seit 2001 bei Volkswagen Immobilien tätig ist. Nach ihrer Ausbildung zur Immobilienkauffrau und einem anschließenden BWL-Studium war sie lange als Kundenbetreuerin beschäftigt. Mittlerweile betreut Dagmar Dennig „Wohnen Plus“, das Programm für ein langes und selbstbestimmtes Wohnen in der eigenen Wohnung. 

Nachdem sie vor zwei Jahren bei einem Seminar an der BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft in Berlin einen Flyer zum Thema Mediation entdeckte, fand sie das Thema interessant. „Gerade im Bereich Wohnen ist das Geschick eines Mediators extrem nützlich, denn wo Menschen dicht zusammenleben, gibt es eben immer mal wieder Konfliktpotenzial“, sagt die engagierte Mitarbeiterin, die nicht lange brauchte, um auch ihre Chefs von der Sinnhaftigkeit der Zusatzausbildung zu überzeugen.  

Seit Sommer 2016 hat sie nun die Lizenzierung als „neutrale Dritte“ in der Tasche und mittlerweile schon etwa 20 Gespräche begleitet. „Das große Thema ist eigentlich immer Rücksicht“, resümiert Dennig. Oft seien Beschwerden über zu große Lautstärke oder mangelnde Treppenhausreinigung allerdings eher ein Vorwand. Vorausgegangen wären in den meisten Fällen Missverständnisse, die aus Kleinigkeiten entstünden. 

»GEMEINSAM GEFUNDENE LÖSUNGEN SIND IMMER BESSER ALS VORGEGEBENE.«

„In einer Hausgemeinschaft gab es Probleme zwischen einem älteren Ehepaar und einer Azubi-WG. Immer wenn die Jüngeren ein Grillfest mit anderen Hausbewohnern auf ihrem Balkon veranstalteten, konterten die Älteren früh am nächsten Morgen mit lauter Musik“, schmunzelt die Mediatorin. „Um den Ärger zu beenden, der immer wieder daraus resultierte, schlugen die Azubis eine Mediation vor. Am Ende kam heraus, dass das Ehepaar sich ausgeschlossen fühlte, weil man es im Gegensatz zu anderen Nachbarn nie eingeladen hatte“, verdeutlicht sie, wie einfach oft die Lösung sein kann. 

In ihrer Funktion als Mediatorin gibt Dagmar Dennig dem klärenden Gespräch eine Struktur und begleitet es. Die Lösung müssen die Beteiligten selbst finden. „Für unsere Mieter ist dieser Service natürlich kostenlos, nur die Offenheit zu einer Klärung ist notwendig“, fasst die 37-Jährige zusammen. 

Mediation bei VWI
Oft hilft ein neutraler Dritter als Moderator in einem (Streit-)Gespräch. (Foto: Tanja Peters)
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